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Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft

01.03.2011
Kantonsrat Dieter Kläy gibt Antwort auf die Frage des Stadtanzeigers:
 
Sie sind Präsident der Berufsbildungskommission des kantonalen Gewerbeverbandes. Worin besteht eine gewerbefreundliche Berufsbildung?
 
Ziel einer KMU-freundlichen Bildungspolitik muss es sein, für Lernende und Betriebe die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Besonderes Augenmerk ist auf eine Bildungspolitik zu legen, die mit den wirtschaftlichen Interessen der Lehrbetriebe in Einklang steht. Nur so können genügend Lehrstellen und Perspektiven im Arbeitsmarkt sichergestellt werden. Wichtig ist aber auch, dass die Jugendlichen gut auf die Berufswahl vorbereitet werden.
 
Wie können die Jugendlichen optimal vorbereitet werden?
 
Die zentrale Fragestellung lautet, was Jugendliche aus der Schule mitbringen müssen, damit sie die Lehre erfolgreich bestehen und abschliessen können. Dazu erarbeitet der kantonale Gewerbeverband zusammen mit Fachpersonen aus der Bildungs- und Berufswelt neue Kompetenzprofile, die der Einschätzung der beruflichen Perspektiven von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe dienen. Durch eine Selbsteinschätzung können die persönlichen (Schul-) Leistungen in Fächern wie z.B. Deutsch, Fremdsprachen, Geometrie, Mathematik und Naturwissenschaften eingeschätzt werden. Die Gegenüberstellung der Resultate der Selbsteinschätzung mit dem gewünschten Lehrberuf zeigt Abweichungen auf, wo die Leistungen dem gewünschten gewählten Berufsprofil noch nicht entsprechen. So sind persönliche Differenzen auf einen Blick zu erkennen und es können die nötigen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden. Letztlich liegt es im Interesse aller, von der Sekundarstufe I einen direkten Übertritt in die Berufswelt sicherzustellen. Die Gestaltung des 9. Schuljahres erhält damit eine besondere Bedeutung und soll primär auf die Berufswahl und den Übertritt in die Lehre vorbereiten. Die Berufswahl ist deshalb frühzeitig anzugehen. Hier sind neben den Eltern auch die Lehrkräfte gefordert.
 
Wie werden die Lehrkräfte in diesem Prozess unterstützt?
 
Die Unterstützung der Lehrkräfte umfasst mehrere Ebenen. Einerseits organisiert der Gewerbeverband jährlich eine Berufsbildungsmesse und bietet eine breite Informations- und Kontaktplattform. Anderseits müssen die Lehrkräfte generell besser unterstützt werden. Die FDP hat mit Überzeugung die Besoldungsrevision im Kantonsrat unterstützt, die Nachteile in Bezug auf den Lohn bei den Volksschullehrpersonen behoben hat. Das reicht aber noch nicht. Die Lehrkräfte müssen im Rahmen der Weiterbildung unterstützt werden, damit ihre Fachkompetenz erhalten und gestärkt werden kann. 
 

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