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Mehr Bahn nach Zürich

26.10.2010
Für mehr Bahn- und Sitzplatzkapazitäten in der S-Bahn
 
Nach der deutlichen Ablehnung der VCS Initiative „Schienen für Zürich“, die aus mehreren Gründen zur Lösung des Bahnengpasses zwischen Winterthur und Zürich nicht zweckmässig gewesen wäre, geht es jetzt darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dass die Bahnstrecke zwischen Zürich und Winterthur ausgebaut werden soll, wird von niemandem bestritten. Die Pendlerinnen und Pendler spüren den Kapazitätsengpass jeden Tag. Vor allem morgens zwischen 6 und 8 Uhr in der S 12. In den nächsten Jahren werden die zeitlich dringlichen Ausbauen durch Bundesprojekte und die 4. Teilergänzung verwirklicht. Der Bund anerkennt seine Pflicht, den Ausbau der nationalen Verkehrsachse Zürich-Winterthur zu finanzieren. Er hat bereits 435 Mio. Franken für den Ausbau der Stecke gesprochen und prüft weitere Investitionen im Hinblick auf die Vorlage Bahn 2030.
 
FDP für Brüttemer Tunnel
Die FDP fordert den Bau des Brüttemer Tunnels durch den Bund. Dazu hat die FDP Kantonsratsfraktion eine Standesinitiative eingereicht, mit der der Bund aufgefordert wird, in den Tunnel in die Vorlage Bahn 2030 aufzunehmen. Der Bahnkorridor Zürich-Winterthur gehört zu den meistbelasteten Bahnstrecken der Schweiz. Die bestehenden Trassees sind bereits heute bis aufs Äusserste belegt. Rund 80'000 Fahrgäste, fast so viel wie Winterthur Einwohnerinnen und Einwohner zählt, und 500 Züge verkehren täglich durch das Nadelöhr Kemptthal. Die Vorteile des Brüttemer Tunnels liegen darin, dass er höhere Geschwindigkeiten und damit kürzere Reisezeiten erlaubt. Von St. Gallen wird Zürich in weniger als einer Stunde erreichbar. Damit verbessern sich die Anschlüsse von der Ost- in die Westschweiz markant. Der Brüttemer Tunnel entlastet die lärmgeplagte Bevölkerung entlang der heutigen Schienenführung. Im Fall von Störungen besteht eine Alternativlösung zur heutigen Streckenführung durch Effretikon durch. Der Ausbau des nationalen Eisenbahnnetzes ist eine klare Aufgabe des Bundes. So hat es das Volk auch in der Abstimmung über den Finanzausgleich auf Bundesebene gewollt.
 
Dieter Kläy
Kantonsrat FDP
 

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