Dieter Kläy
Dieter Kläy

Den Finanzplatz für die Zukunft rüsten

09.10.2012

Der Finanzplatz Schweiz und insbesondere in Zürich hat eine turbulente Zeit hinter sich. Auch künftig wird es nicht an Herausforderungen mangeln. Die FDP-Fraktion im Kantonsrat hat deshalb zwei Vorstösse zur Zukunftsfähigkeit des Finanzplatzes Zürich eingereicht. Unter anderem fordert sie ein internationales
Hochschulzentrum für Banken- und Finanzwesen.

Der Finanzplatz Zürich ist für den ganzen Kanton von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung. Sein Anteil am Zürcher Bruttoinlandprodukt (BIP) liegt bei 22%. Dazu kommen noch rund weitere 10% BIP Anteil, welche zusätzlich indirekt in Abhängigkeit zum Finanzplatz in anderen Branchen erwirtschaftet werden. Das BAK Basel, ein unabhängiges Forschungsinstitut, das volkswirtschaftliche Analysen und Prognosen erstellt, sagt dem Finanzplatz jedoch einen Rückgang seiner volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit voraus. Dem wollen wir entgegenwirken. Wir fordern einerseits die Schaffung eines internationalen Hochschulzentrums für Finanz- und Bankenwissenschaften und andererseits zukunftsfähige Rahmenbedingungen für bestehende und neue Geschäftsfelder in der Finanzbranche. Letztlich geht es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Finanzbranche zu erhöhen und Hunderte Arbeitsplätze im Kanton Zürich zu sichern.  

FDP verteidigt Finanz- und Werkplatz

Die FDP verteidigt den Finanz- und Werkplatz Zürich. Das ist einer der vier strategischen Schwerpunkte der FDP in den nächsten Jahren (siehe auch unter www.fdp-zh.ch). Nachdem die FDP bereits 2009 vor allen anderen Parteien konkrete politische Stossrichtungen aufgezeigt hatte, wie der damals herrschenden Finanz- und Wirtschaftskrise entgegengetreten werden kann, legt die FDP Fraktion mit zwei neuen Vorstössen dar, wie der Finanzplatz Zürich nachhaltig gestärkt werden kann.

Schaffung eines internationalen Hochschulzentrums für Finanz- und Bankwissenschaften

Wir fordern vom Regierungsrat ein Konzept für ein internationales Hochschulzentrum für Finanz- und Bankwissenschaften im Grossraum Zürich. Dabei soll in Partnerschaft mit dem Finanzplatz der Praxisbezug einen hohen Stellenwert haben. Dies ist notwendig, da die internationale Bedeutung der Universitäten und Fachhochschulen in den Bereichen Finanz- und Bankwissenschaften in keinem Verhältnis zur internationalen Bedeutung des Schweizer Finanzplatzes stehen. Gerade das Schweizer Banking muss sich in Zukunft noch vermehrt über eine hohe Qualität behaupten können. Es braucht die am besten ausgebildeten Fachkräfte. Anstatt dass die verschiedenen Institutionen ihr eigenes Süppchen kochen, braucht die Schweiz einen universitären Campus vergleichbar mit Harvard oder Boston.

Schaffung zukunftsfähiger Rahmenbedingungen für bestehende und neue Geschäftsfelder

Als zweites fordern wir den Regierungsrat in einem Postulat dazu auf, Entwicklungsmassnahmen für den Ausbau des Finanzplatzes aufzuzeigen. Dabei
stehen eine konkurrenzfähige Besteuerung von Anlagegesellschaften, eine
bedürfnisgerechte Raum- und Verkehrsentwicklung, der Abbau von Wettbewerbshürden (z.B. Abschaffung Stempelsteuer) sowie der Einsatz des
Regierungsrats für Entwicklungsmassnahmen auf Bundesebene (z.B. Einführung
Trustgesetzgebung, vereinfachte Zulassung moderner Anlageinstrumente) im
Vordergrund.

Mit solchen Massnahmen können die Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Zürich und letztlich der Schweiz optimiert und eine qualitativ gute Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeiten erreicht werden.



 

Dieter Kläy,
Kantonsrat