Die Altersvorsorge muss finanzierbar bleiben
30.09.2015
Die Revision der Altersvorsorge ist zu Recht eines der brennendsten politischen
Themen der Gegenwart. Unsere Gesellschaft wir immer älter. Lag die
durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern 1950 bei 66 Jahren, sind es heute
weit über 80 Jahre. Jedes Jahr steigt die Lebenserwartung um 7 Wochen. Das
ist schön. Diese Fakten verpflichten uns aber auch. Auf Ihnen müssen wir die
Weichen stellen für die Zukunft einer finanzierbaren und nachhaltigen Altersvorsorge.
Dass wir von den vielen zusätzlichen Lebensjahren auch einige Monate(!)
zusätzlich arbeiten sollten, um uns die längere Lebenserwartung finanzieren zu
können, liegt auf der Hand. Wer wie der Schweizerische Gewerbeverband und sein
Direktor Hans-Ulrich Bigler genau dies fordert, nimmt Verantwortung war. Die
heutigen Renten sollen garantiert bleiben. Auch in Zukunft soll jeder einen
würdigen und abgesicherten Lebensabend verbringen können. Damit das gelingt,
soll das Rentenalter in Monatsschritten angehoben werden. Das ist
sozialverträglich und mehrheitsfähig. Und vor allem: Bigler streut den Leuten
nicht Sand in die Augen wie Bundesrat Alain Berset, der eine Revision vorlegt,
die fast ausschliesslich auf Mehreinnahmen setzt und damit langfristig unsere Sozialwerke gefährdet.
Dieter Kläy, Präsident FDP Winterthur